Nachschub für junge Bücherwürmer: Das Projekt „Zeitschriften in die Schulen", das seit 2003 bereits an weiterführenden Schulen durchgeführt wird, startet jetzt zum ersten Mal auch an Grundschulen. Initiiert wird das Ganze von der Stiftung Presse-Grosso und der Stiftung Lesen. Die Anschubfinanzierung für den Pilotstart hat der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Bernd Neumann, zur Verfügung gestellt.
Rund 200 Klassen der Stufen drei und vier können sich im Herbst 2012 für das Projekt anmelden. Anfang 2013 erhalten die teilnehmenden Klassen ihre Zeitschriftenboxen mit einer großen Auswahl an altersgerechter Lektüre. Darunter sind Wissensmagazine genauso wie Sport- und Tierzeitschriften sowie Comics.
Gleichzeitig stellt die Stiftung Lesen den Lehrkräften methodisch-didaktische Unterrichtsimpulse zur Verfügung. So wird über das freie Lesen der Titel hinaus eine Anregung zur inhaltlichen, sprachlichen und kreativen Auseinandersetzung mit dem Medium Zeitschrift angestrebt. Durch eine wissenschaftliche Evaluation des Pilotprojektes soll die Wirksamkeit der Maßnahme bei den Dritt- und Viertklässlern überprüft werden.
Klaus-Dieter Wülfrath, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Presse-Grosso, freut sich über die Ausweitung des erfolgreichen Projektes auf den Grundschulbereich: „Wir wissen aus wissenschaftlichen Studien, welche positive Auswirkung Zeitschriften auf Leselust und Leseverhalten von Kindern, die aus sozial benachteiligten Verhältnissen stammen oder in deren Elternhaus nicht gelesen wird, haben. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, auch jüngeren Altersgruppen über die Zeitschriftenlektüre neue Zugänge zum Lesen zu bieten." Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es online.
Quelle: Stiftung Lesen